Die großen Lebensfragen

Liebe Gemeinde,
In diesem Frühjahr wollen wir uns in unterschiedlichen Veranstaltungen mit dem Thema „Lebensfragen“ beschäftigen.
In einem meiner Lieblingsbücher mit dem Titel „Wie buchstabiert man Gott?“ wird dargestellt, wie die großen Weltreligionen auf drei der wichtigsten Lebensfragen der Menschen Antwort geben. Die Fragen sind: Was ist mein Platz in der Welt?
Wie leben wir richtig? und: Was geschieht nach dem Tod mit uns?
Im Christentum verbindet sich die erste mit der zweiten Frage im höchsten Gebot:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Matth. 22,37 + 38
Das hört sich so einfach an und ist doch lebenslange Aufgabe.
Gott sagt uns in der ersten Schöpfungsgeschichte zu, dass wir seine Ebenbilder sind und wir bekommen von ihm den Auftrag, seine StellvertreterInnen auf Erden zu sein – d.h. dafür zu sorgen, dass es seiner Schöpfung gut geht.

Die zehn Gebote regeln unser soziales Zusammenleben. Lieben wir Gott, dann nehmen wir seinen Auftrag wahr und halten uns an seine Regeln. Durch das Einhalten seiner Gebote haben wir Richtlinien, wie wir unseren Nächsten lieben sollen. Nehmen wir die Liebe Gottes zu uns wahr, fällt es uns leichter uns selbst zu lieben.
Lieben wir uns selbst, dann fällt es uns auch leichter, Gottes Auftrag zu erfüllen und unseren Nächsten so anzunehmen, wie er ist und wir werden befähigt zu vergeben. Ohne Vergebung kann der Mensch nicht leben.
In der Passionszeit erinnern wir uns daran, dass Gott selbst Mensch geworden ist bis in die letzte Konsequenz, den Tod. So zeigt uns Gott, dass er auch im schlimmsten Leid bei uns ist, uns begleitet und uns unvollkommene Geschöpfe so annimmt, wie wir sind.  
An Ostern feiern wir, dass Jesus auferstanden ist. Wir brauchen uns vor dem Tod nicht zu fürchten, da wir danach in Gottes Ewigkeit heimkehren werden. Mit Jesu Auferstehung feiern wir auch, dass Gottes Liebe nicht tot zu kriegen ist und überall da auf der Welt auflodert, wo Menschen einander, Gott und sich selbst lieben.
„Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott in ihm“. 1.Johannes 4,16b
In diesem Vertrauen dürfen wir unterwegs sein,
es grüßt Sie herzlich
Ihre Pfarrerin Susanna Worbes

 

 

 

 

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