Auf eine Wort: Mahnmal in den Dünen

Urlaub, herrlich! Zwei Wochen auf der Nordseeinsel, mit viel Strand, Natur, Sternenfunkeln und wenigen Terminen. Und dann, bei einem Erkundungsspaziergang auf den Dünenwegen hinterm Badestrand, eine Entdeckung, die mich nachdenklich macht. Da liegt der sogenannte Dünenfriedhof. Die bekannte Sängerin Lale Anderson liegt dort begraben. Und nur wenige Meter entfernt eine Abteilung für junge Männer, die als russische Kriegsgefangene auf der Insel Zwangsarbeit verrichten mussten. 81 der über 300 sind gestorben. Ich lese ihre Namen: Nicolai Kurilow, Peter Saranskij, Nicolai Ignatjew und 78 weitere. Ich werde daran erinnert, dass genau jetzt, während wir Urlaub machen, rund 2.000 Kilometer entfernt Menschen im Krieg sterben. Diesmal sind russische Soldaten die Angreifer.

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